Honig

In Deutschland werden derzeit etwa 1,4 kg Honig pro.Kopf und Jahr verbraucht. Nur etwa 1/5 des Bedarfes können durch die einheimische Imkerei gedeckt werden. Ca. 90 000 Tonnen Honig müssen importiert werden.
Deutsche Imker vertreiben ihren Honig unter dem Markennamen "Echter Deutscher Honig" - und das bereits seit dem Jahr 1926. Echter Deutscher Honig, wie er von den einheimischen Imkern gewonnen und vermarktet wird ist durch den Gesetzgeber mit strengen Auflagen belegt.
Echter Deutscher Honig muss naturbelassen sein, es dürfen weder Stoffe zugesetzt noch Honigeigene Bestandteile entzogen werden.

Auf der folgenden Abbildung ist das klassische Imkerbundglas zu sehen. Die Aufdrucke auf dem Glas haben folgende Bedeutungen:
Es wird nach der Herkunft des gesammelten Nektars unterschieden in: 

Blütenhonig Waldhonig
Dieser Honig wird aus den Nektarabsonderungen der Blüten gewonnen. Er kann aus einer oder mehreren Blühpflanzen gewonnen sein.  Er ist deutlich heller als Waldhonig und wird schneller fest. Die Bienen gewinnen diesen dunklen und aromatischen Honig aus den Ausscheidung der Blattläuse auf den Bäumen. Tau- oder Waldhonig kann lange Zeit flüssig bleiben. Er hat ein würziges, malzartiges Aroma.

 Honig enthält Vitamine der B-Gruppe sowie eine größere Menge Vitamin -C. Er enthält wichtige Proteine und Mineralstoffe wie Kupfer, Kalzium, Eisen, Magnesium, Mangan, Kalium und Natrium. Er ist besonders leicht verdaulich und wird bei einer vielzahl von Krankheiten als Zusatzkost empfohlen.

Den folgenden Teil der Seite zum Thema Honig stammt von Imker Eberhard Höfer aus Quedlinburg, der uns den Artikel freundlicherweise zur Veröffentlichung überlassen hat.

Kaltgeschleudert...

 ist ein Slogan, der leider nicht mir eingefallen ist. Der Begriff ist so selbstverständlich wie Werbewirksam.

Seit der österreichische Major Franz Edler von Hruschka 1865 die Honigschleuder in die Imkerei eingeführt hat, wird Honig praktisch nur noch nach seinem Verfahren - durch Zentrifugation - gewonnen. Die Waben werden in einen Korb gestellt, der in einem Kessel drehbar gelagert ist. Versetzt man den Korb in Rotation, wird der Honig aus den Zellen an die Wand des Kessels „geschleudert“, rinnt dann nach unten, fließt durch ein Sieb und wird in einem Behälter gesammelt. „Kalt“ bedeutet dabei lediglich, dass die Waben bei normaler Temperatur behandelt und nicht wie in früheren Zeiten in einem Kessel erhitzt werden bis das Wachs schmilzt und sich über dem Honig absetzt. Alle Imker machen das heute so, deshalb ist unser Honig immer „kaltgeschleudert“.
Die Qualität des Honigs wird in Labors ständig überwacht, insbesondere die Imker, die in die Imker-Honiggläser des Deutschen Imkerbundes abfüllen, stehen unter engmaschiger Kontrolle. 
Der Kunde kann relativ einfach entscheiden, ob der Honig in Ordnung ist oder nicht. Er kann gut beurteilen, ob ihm die Konsistenz gefällt und ob ihm Geruch und Geschmack zusagen. 
Flüssiger Honig ist durchaus nicht hochwertiger aber auch nicht schlechter als kandierter, der Zustand ist lediglich durch einen höheren Gehalt an
Fruchtzucker (Fructose) in Relation zum Traubenzucker (Glucose) bedingt. 
Unter den kandierten Honigen kommt ein streichfähiger Honig einfach besser an als grob kristallisierter oder „ausgehärteter“. Die cremige Beschaffenheit bringt außerdem den Geschmack besser zur Geltung. 
In unserer Region sondern die meisten Pflanzen Nektar mit hohem Glucose-Gehalt ab, in anderen Erdteilen dominieren teilweise Fructose reiche Pflanzen. Die Ungarn haben vor 100 Jahren ein Aufforstungsprogramm mit der amerikanischen Robinie („Akazie“) gestartet und ernten seitdem in großem Umfang flüssigen Honig. 
Das wichtigste Qualitätsmerkmal des Honigs ist der Wassergehalt, der maximal bei 18 % liegen darf. 
Enthält Honig zu viel Wasser, kann er in Gärung geraten. Dann bilden sich an der Oberfläche Gasbläschen und es zeigt sich ein typischer, nicht angenehmer Geruch. Da gibt es nur eins: Reklamieren !
Der Imker nimmt den Honig garantiert zurück und gelobt Besserung. 
Allerdings kann der Honig, wenn er offen steht auch Wasser aus der Luft anziehen mit der Folge, dass die wässrige Schicht an der Oberfläche evtl. zu gären beginnt. 
Andere Qualitätskennzahlen können nur im Labor ermittelt werden:
Der HMF-(Hydroxymethyfurfural)-Gehalt ist ein Maß dafür, ob der Honig ordnungsgemäß gelagert oder evtl. sogar erhitzt wurde.
Die Enzymaktivitäten (Invertase und Diastase) fallen beim Erwärmen des Honigs deutlich ab.
Das Pollenspektrum zeigt an, von welchen Pflanzen der Honig stammt. Damit kann auch die geographische Herkunft sicher festgestellt werden. 

Die beste Methode zur Qualitätskontrolle bleibt ein vertrauensvolles Verhältnis zu einem persönlich bekannten Imker. Auch in die Garantie des grünen Kreuzes des Imkerbundes kann man Vertrauen setzen, denn dessen Analysen sind eindeutig sicherer als die aus dem Hosentaschenlabor des Honigexperten von La.......

Eberhard Höfer

zurück - Bienen - Honig - Kontakte - Links - über uns